Helmshagen I & II

Alte Belege zeigen (Helmerikshagen 1274, Helmerikeshagen 1300), dass der Ortsname Helmshagen den Personennamen Helmerich als Bestimmungswort enthält und bedeutet demnach „Hagenort“ eines Helmerik. 1274 schenkte der pommersche Herzog Barnim I. das Dorf und damit auch die Bewohner der Stadt Greifswald. Nachdem es im Dreißigjährigen Krieg zerstört war, verpachtete es die Stadt als Ackerwerk (Gut). Es umfaßte 1697 12 Hufen, die von dem Pächter und zwei Kossaten (Pächter der 2 Vorwerke) bewohnt wurden. Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurden auch die 2 Kossaten (Vorwerke) gelegt. Erst 1842 zweigte man von dem Gutsland wieder zwei Pachtbauernhöfe ab. Im Zuge der Bodenreform wurde das Gut 1945 aufgesiedelt. Die in Helmshagen entstandenen beiden Genossenschaften vom Typ I schlossen sich 1965 der LPG III „Solidarität“ Weitenhagen an.

Biegt man von der L 35 ( bis 2006 B 96 ) von Greifswald kommend, vor der Ampelkreuzung links nach Helmshagen I ab, trifft man auf das neu gestaltete Gutshaus, in dem sich neben Wohnungen auch lange Zeit der Konsum befand. Das Grundstück mit dem Haus, das keiner haben wollte, erwarb im März 2003 Herr Hambardzum Gevorgyan.

Gutshaus im Jahr 2000
Gutshaus im Jahr 2012

Wenn man an der Ampelkreuzung nach rechts abbiegt, kommt man an der linken Seite am Gewerbegebiet vorbei, was zu Helmshagen I gehört. Fährt man geradeaus weiter, landet man im idyllischem Helmshagen II. Nördlich von Helmshagen II wurde 2000 ein Windpark mit 14 Windenergieanlagen und einer installierten Leistung von 8,58 Megawatt errichtet.

Luftbild Helmshagen II
Helmshagen II
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Helmshagen

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Helmshagen I: 54.051830, 13.380987
Helmshagen II: 54.055225, 13.359457

 

Viele Informationen dieser Seite wurden der Dorfchronik (Nykamp, Hendrik (2006): Geschichtliches über Weitenhagen, Eine Chronik – Von der Vorzeit bis zur Gegenwart.) und den Fortsetzungen und Ergänzungen der Chronik von Ronald Gothe entnommen.