Von Wunderheilern und Wurst ohne Fleisch

Am 24. November war es endlich soweit, im „Uns Dörphus“ fand die jährliche „WeinLese“ statt.
Die „WeinLese“ – ein literarischer Abend bei einem Gläschen Wein -ist mittlerweile schon eine kleine Tradition.

Tatortkarten im Buch

Wir, als Kulturausschuss, konnten in diesem Jahr Bert Lingnau für diesen Abend gewinnen. Bert Lingnau der unter anderem folgende Bücher „Steile Hechte“, „Singende Barsche“ und „Rübe ab“ geschrieben hat, kam eigens dafür aus Schwerin, wo er als Direktor der Medienanstalt von Mecklenburg -Vorpommern arbeitet. In seinen Büchern finden sich wahre Krimifälle, die sich in den letzten Jahrhunderten in Mecklenburg – Vorpommern ereignet haben. Als Schmackerl findet sich in den Büchern eine „Tatortkarte“ von MV.

Bar im Dörphus
Autor Bert Lingnau
Bücher des Autors

Das Dörphus war einladend eingerichtet, kleine Beistelltischen mit je 3-4 Stühlen waren im Raum verteilt und liebevoll mit Lichterketten und Knabberzeug bestückt. An einer kleinen Bar konnten alle Gäste Wein, Sekt, Bier, Limonade oder Wasser gegen einen kleinen Obolus erwerben.
Gegen 19 Uhr war das Dörphus sehr gut gefüllt, einige Stühle wurde noch reingeholt und kurz danach begann der Autor mit seiner Lesung vor fast 70 interessierten Zuhörern. Bert Lingnau las einige wahre Krimifälle aus seinem, im Juli veröffentlichtem Buch „Steile Hechte“. Er begeisterte das gemischte Publikum mit Anekdoten aus seiner Studienzeit, die er in Greifswald verbrachte. Nach einer knappen Stunde machte er eine kurze Pause, die das Publikum fleißig nutze, um seine Bücher bei ihm zu erwerben und sich natürlich vor Ort signieren zu lassen. Auch rege Gespräche zwischen dem Autor und interessierten Zuhörern wurden geführt.

anregende Gespräche
Signierstunde

Nach der Pause las er noch einmal voller Witz Krimifälle aus seinen Büchern und gerade die Geschichten aus Greifswald und Umgebung fanden großen Anklang beim Publikum.
Nach über zwei Stunden voller Geschichten über einen Wunderheiler, der die Verzweiflung und Gutgläubigkeit von Menschen ausgenutzt hat, von einem Kinobesitzer (das ehemalige Theater der Freundschaft) aus Greifswald, welcher betrunken 84 Fenster des Kinos eingeschlagen hat, einem Polizeihund, der so gut war, dass sich die Verbrecher freiwillig gestellt haben bis hin zu einem Fleischer aus Greifswald, der schon früh erkannt hat, dass Wurst ohne Fleisch mal ein Trend werden kann, damals aber bestraft wurde, beendete Herr Lingnau, die sehr unterhaltsame Lesung.

gut gefülltes Dörphus

Vielen Dank an Herrn Lingnau für die sehr abwechslungsreiche und spannende Lesung!

Bei vielen Einwohnern der Gemeinde kam der Wunsch nach einer Wiederholung auf, was sich sicherlich einrichten lässt.
Annegret Korrmann