Grubenhagen

Grubenhagen (so bereits 1278) ist der „Hagenort eines Grube“. Es kann sein, dass der Ortsname aus dem Göttinger Raum übertragen worden ist. Das Dorf wurde bereits 1287 Besitz des Klosters Eldena. 1326 wandelte man  das Dorf in ein Hägerdorf um. Man muss also folgern, dass das Hägerdorf nicht zustande kam und bald wieder auf einen Hof geschrumpft ist. 1543 betrug das Dorf 12 Hakenhufen mit 3 Bauernhöfen, 6 Katen und 6 Kossaten. Grubenhagen gehörte mit Weitenhagen zu jenen Orten, die der pommersche Herzog Bogislaw XIV bereits 1626 der Universität Greifswald schenkte. 1633 gab es in Grubenhagen einen Krug und drei Katen, der Pächter war Joachim Völschow. Die Bauernhöfe wurden 1694 bereits zusammen gelegt und das dadurch entstandene  Gut von der Universität verpachtet; einen der Höfe pachtete der Pächter Medenwald. 1865 gibt es in Grubenhagen 118 Einwohner in sieben Wohnhäusern mit 16 Wirtschaftsgebäuden.

Nördlich der von der Schwinge durchflossenen „Neuen Wiese“ ist ein Burgwall in Form eines doppelten Ringwalles mit kleiner Hauptburg und ausgedehnter Vorburg gewesen. Bis auf eine Felsgesteinaxt wurden hier keine Funde gemacht. Es ist wahrscheinlich, dass der Wall in die slawische Zeit gehört. Noch heute kann man den Burgwall erkennen. Von der Grubenhagener Flur stammen mehrere neolithische Steingeräte, ein Beispiel ist aus gut geschliffenem, schiefrigem Gestein hergestellt worden. Aus  der älteren Eiszeit und der späten Slawenzeit sind Gefäßscherben gefunden worden.

Die Schule zu Grubenhagen, zu der das  Stadtgut Helmshagen gehört, ist auf Anregung der königlichen Regierung im Jahre 1855  von der Universität gestiftet worden. Dazu wurde eigens ein neues zweckmäßiges eingerichtetes Schulhaus gebaut. Die gesamte Einwohnerzahl lag bei 213 Personen, worunter 4 Pächter, 2 Förster, 6 Büdner und 28 Einlieger waren mit 37 schulpflichtigen Kindern, 19 Knaben, 18 Mädchen. Nach 1945 – 1976 gingen hier in Grubenhagen noch die Kinder aus Helmshagen und Grubenhagen zur Schule.

Seit 1920 belegen Grundbucheintragungen, dass es im Dorf auch einen Schmiedemeister Richard Lindow zu Grubenhagen bis 1950 gab. Danach ging es durch Vererbung an Schmiedemeister Rudolf Hinze bis 1971, dort wo jetzt die Pension Drews zu finden ist. Nebenbei wurde im Wohnhaus ein Ausschank und Verkaufsstelle betrieben.

In Grubenhagen wohnen  heute 67 Einwohner in 26 Häusern.  Rechts und links von der Dorfstraße angeordnet, befinden sich die Häuser bis hin zum Ende der Straße.

Dorfstrasse

Dort gibt es zwei Wege. Rechts nach Behrenhoff und weiter durch den Wald nach Weitenhagen, links kommt man auf dem kurzen Weg nach Weitenhagen (ein Rad und Wanderweg). Auch begegnet einem so manches Mal auch Reitern. Früher fuhr hier bis Ende 1945 eine Kleinbahn durch, die die  Ernte der Bauern in die umliegenden Dörfer bis zum Kleinbahnhof Greifswald transportierte.

Rad- und Wanderweg nach Weitenhagen an der Tonkuhle vorbei

Am Anfang des Dorfes  liegt die Pension Drews, die im Jahr 1990 eröffnet wurde.

Pension Drews

Es gibt auch ein Storchennest, was es schon laut Aussage von alteingesessenen Einwohnern, seit 1945 auf einem Stallgebäude gibt.
In Mitten des Dorfes steht das Gutshaus aus Backstein, was wahrscheinlich auch älteren Datums ist. Davor befindet sich ein Kinderspielplatz.
Allein in Grubenhagen haben wir sechs Teiche. Im Mai, wenn es warm ist und die Abendstunden nahen, ist überall ein herrliches Quaken der Frösche zu hören.

Dorfteich & Pferdestall
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Grubenhagen

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Grubenhagen: 54.034591, 13.369166